BUND verleiht Fledermaus-Plakette
Hausbesitzer in Detmold-Diestelbruch erhalten die Plakette „Fledermaus willkommen“
Setzen sich für den Schutz von Fledermäusen ein (von links): Birgit Reher (BUND Detmold), Bärbel Scholz, Helmut Windmeier, Bernd Meier (BUND OWL)
(Foto: BUND Lippe)
Das Wohnhaus von Bärbel Scholz und Helmut Windmeier in Detmold-Diestelbruch hat auch in diesem Jahr Fledermäuse als Untermieter bekommen. Hinter einer Giebelverkleidung haben Fledermäuse ihre Jungen zur Welt gebracht und aufgezogen.In sogenannten Wochenstuben kommen die Jungtiere in der ersten Junihälfte zur Welt und sind bis Anfang August ausgewachsen. Danach verlassen sie meist die Wochenstuben.
Bärbel Scholz wandte sich nach der Entdeckung an den BUND in Lippe. Fledermausexperte Bernd Meier (BUND OWL) begutachtete die Einschlupfmöglichkeiten und nahm Kotproben, der aus unverdauten Insekten besteht und ungefährlich ist.
Als Anerkennung für das vorbildliche Verhalten der Hausbesitzer überreichten Birgit Reher (BUND Detmold) und Bernd Meier (BUND OWL) die Plakette „Fledermaus willkommen“ und einen Fledermausdetektor. Der BUND bittet Hausbesitzer, vor Renovierungen Kontakt aufzunehmen, um mögliche Fledermausquartiere zu prüfen. Hausbesitzer oder Interessenten können sich melden unter: post(at)bund-lippe.de
Weitere Informationen unter: www.bund-lippe.de.
BUND Fledermaus-Projekt: Laienfoscher*innen/Bürgerwissenschaftler*innen gesucht
Fledermäuse sind still und heimlich. Sie sind oft unerkannte Mitbewohner an Gebäuden in unseren Städten.
Der BUND führt deshalb aktuell zur Erfassung der gebäudebewohnenden Fledermäuse ein ehrenamtliches Bürgerwissenschaftsprojekt durch. Hierfür werden BUND-Mitglieder zur Mithilfe gesucht. Jeder kann mitmachen. Die ehrenamtlichen Helfer*innen brauchen keine Kenntnisse oder spezielle Fähigkeiten.
In dem Projekt geht es darum, bislang unbekannte Wochenstuben (dort ziehen die Fledermausweibchen ihre Jungen auf), Sommer-, Zwischen- und Winterquartiere zu entdecken.
Hierzu bekommen die Ehrenamtler*innen vom BUND kostenlos eine Rotlichtlampe und einen Fledermausdetektor, mit dem die Ultraschallrufe der umherfliegenden Tiere hörbar gemacht werden.
Die Bürgerwissenschaftler*innen sollen dann in einem selbstgewählten Gebiet in verschiedenen Zeiträumen die Fledermäuse beobachten und so bisher noch nicht bekannte Quartiere entdecken. Denn nur, wenn die Quartiere der Fledermäuse bekannt sind, können sie auch geschützt werden.
Am Projekt interessierte BUND-Mitglieder und Freunde können sich für weitere Informationen per Mail oder Telefon an den BUND-Fledermausexperten Bernd Meier wenden.
Kontakt: fledermausschutz(at)bund.net oder Tel: 0170 7619035
Das Projekt wird durch die Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW (SUE) finanziell gefördert.