Wasserfall im Regenwald
(Bild: ClickerHappy / Pixabay)
Besonders problematisch ist der Import und die Nutzung von Tropenholz in Deutschland. Oft stammen Gartenmöbel, Grillkohle oder Parkett aus Raubbaugebieten, auch wenn das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Der BUND empfiehlt daher, beim Holzkauf auf heimische Alternativen wie Buche, Eiche oder Robinie zu setzen – oder noch besser: auf recycelte Materialien und langlebige Produkte.
Eine entscheidende Stellschraube im Alltag ist außerdem der Papierverbrauch. Rund 80 Prozent des weltweit gefällten Holzes werden zu Papier, Zellstoff und Verpackungen verarbeitet. „Wer Recyclingpapier nutzt, schützt direkt die Tropenwälder“, so Meier. Recyclingpapier spart bis zu 60 Prozent Energie und Wasser gegenüber Frischfaserpapier und verhindert, dass tropisches Holz in der Papierherstellung landet.
Der BUND ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihr Konsumverhalten kritisch zu prüfen:
- Auf Tropenholz verzichten und stattdessen regionale Hölzer kaufen.
- Recyclingpapier bevorzugen, ob im Büro, zu Hause oder in der Schule.
- Verpackungsmüll vermeiden und Mehrweg nutzen.
„Jeder Einkauf ist ein Stimmzettel für oder gegen den Regenwald“, betont Meier. „Wenn wir hier in OWL bewusst konsumieren, tragen wir dazu bei, die wertvollen Tropenwälder für kommende Generationen zu bewahren.“
Fakten zum Tropenwaldverlust:
- Täglicher Verlust: ca. 27.000 Hektar – eine Fläche so groß wie 38.000 Fußballfelder.
- Jährlicher Verlust: rund 10 Millionen Hektar, fast dreimal so groß wie Österreich.
- Hauptursachen: Landwirtschaft (v.a. Soja- und Palmölanbau), Viehzucht, Holzexporte.
- Folgen: Verlust der Artenvielfalt, Klimaerwärmung durch CO₂-Freisetzung, Vertreibung indigener Gemeinschaften.
- Was jede*r tun kann: Recyclingpapier nutzen, Tropenholz meiden, auf Siegel wie „Blauer Engel“ achten, Fleischkonsum reduzieren.