Blauschwarze Holzbiene
(Foto: BUND)
Wildbienen brauchen unsere Hilfe
Wildbienen sind unverzichtbare Bestäuber für unsere Natur und Landwirtschaft. In Deutschland gibt es über 560 verschiedene Wildbienenarten, von denen viele auf spezielle Lebensräume angewiesen sind. Leider sind fast die Hälfte der Wildbienenarten bedroht und 39 Arten bereits ausgestorben, weil ihre natürlichen Lebensräume durch intensive Landwirtschaft, Flächenversiegelung und Pestizide verloren gehen.
Lebensraum schaffen: Sandarium und Totholzhaufen
Eine besonders bienenfreundliche Maßnahme ist die Anlage eines Sandariums – ein sonniger, sandiger Platz im Garten, der als Nistplatz für viele Wildbienenarten dient. Dazu wird eine sonnige Fläche mit lockerem, sandigem Boden vorbereitet, möglichst ohne Pflanzenbewuchs. Wichtig ist, dass der Boden nicht zu feucht ist, denn viele Wildbienen graben ihre Nester in trockene Sandflächen. Auch Totholz bietet verschiedenen Wildbienen, wie z.B. der Blauschwarzen Holzbiene, Nistmöglichkeiten. Daneben können auch sogenannte Insektenhotels selbst auf dem kleinsten Balkon Nistmöglichkeiten bieten. Neben Nistplätzen sind aber auch insektenfreundliche Gärten mit heimischen Stauden und Blumen für die Nahrungssuche wichtig. Dazu braucht es nicht unbedingt einen Garten, auch heimische Blütenpflanzen auf dem Balkon werden gern von den wilden Bestäubern angeflogen und zum Pollensammeln genutzt.
„Mit dieser Aktion möchten wir möglichst viele Menschen erreichen und motivieren, in ihren Gärten kleine, aber wichtige Rückzugsorte für Wildbienen zu schaffen“, erklärt Bernd Meier von der BUND Regionalgruppe OWL.
Viele weitere Informationen zu Wildbienen gibt es beim BUND unter: https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildbienen/