Ökoteiche bieten Fröschen ein Zuhause in Ihrem Garten.
(Jared Evans / unsplash.com)
Der internationale Aktionstag erinnert an die Ramsar-Konvention von 1971, einem der ältesten Naturschutzabkommen der Welt, und hebt die zentrale Rolle von Mooren, Auen, Feuchtwiesen, Seen und anderen wassergeprägten Lebensräumen hervor. Feuchtgebiete regulieren den Wasserhaushalt, verhindern Überschwemmungen, bieten Lebensraum für zahlreiche Arten und sind wichtige Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen die Klimakrise.
„Intakte Feuchtgebiete sind unverzichtbare Lebensadern unserer Landschaft“, erklärt der BUND-Naturschutzexperte Bernd Meier „Sie puffern Hochwasser, halten Wasser in trockenen Zeiten zurück und bieten zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren einen einzigartigen Lebensraum.“ Gerade in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels und zunehmender Trockenperioden sei es dringend notwendig, diese wertvollen Ökosysteme zu erhalten, wiederherzustellen und in der Öffentlichkeit stärker sichtbar zu machen.
"Ein Feuchtgebiet im Kleinen kann jeder Gartenbesitzer schaffen, nämlich durch einen Gartenteich" erklärt Meier vom BUND OWL. Selbst kleine Teiche wären Lebensraum für Libellenlarven und andere Wasserinsekten und könnten sogar Molche und Frösche beherbergen.
Anlage-Tipps, mit der sich im eigenen Garten ein wertvoller Lebensraum für Amphibien, Insekten und Pflanzen schaffen lässt, gibt es unter www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/oekoteich-im-garten/ oder als Broschüre im BUND Laden. Jeder neu angelegte Gartenteich zeigt nicht nur das Engagement für den Natur- und Feuchtgebietsschutz, sondern leistet auch einen ganz konkreten Beitrag zur Biodiversität im Wohnumfeld. Wer seinen Gartenteich zudem mit Regenwasser aus dem Regenrohr speist und um den Teich ein kleines Sumpfgebiet zur Regenwasserversickerung anlegt, tut gleichzeitig etwas Gutes für den Hochwasserschutz und die Grundwasserbildung.
Interessierte sind auch eingeladen, beim BUND aktiv zu werden – sei es durch Mitgliedschaft, Teilnahme an Exkursionen, Hilfe bei lokalen Naturschutzprojekten oder beim Austausch über naturnahe Gartengestaltung. Informationen zur Mitgliedschaft und Mitarbeit gibt es unter https://www.bund-owl.de, telefonisch unter 0170 76 190 35 oder per mail unter bernd.meier(at)bund.net.