BUND Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe
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Pressemitteilung zum Weltbodentag am Donnerstag, 5.12.

04. Dezember 2024 | Klimawandel, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Naturschutz

Anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember betont die BUND-Regionalgruppe OWL die immense Bedeutung des Bodens für die Umwelt, die Landwirtschaft und das Klima.

Weltbodentag - BUND OWL fordert besseren Schutz unserer Lebensgrundlage Boden

Anlässlich des heutigen Weltbodentags betont die BUND-Regionalgruppe OWL die immense Bedeutung des Bodens für die Umwelt, die Landwirtschaft und das Klima. "Der Boden ist die Grundlage allen Lebens. Ohne gesunde Böden gibt es keine Nahrung, kein sauberes Wasser und keinen funktionierenden Kohlenstoffkreislauf", erklärt Bernd Meier, Vorstandsmitglied der BUND Regionalgruppe. "Doch unsere Böden sind durch Versiegelung, Erosion, Überdüngung und Schadstoffbelastung massiv bedroht."

Alarmierende Zustände: Schutzmaßnahmen dringend nötig

In Deutschland gehen täglich rund 50 Hektar fruchtbarer Boden durch Bebauung verloren. Das entspricht etwa 70 Fußballfeldern pro Tag. Hinzu kommen die schleichenden, aber ebenso zerstörerischen Effekte von Erosion, Bodenverdichtung und der Belastung durch Pestizide und Chemikalien.

Böden als Klimaschützer

Böden spielen auch eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Klimakrise. Sie sind nach den Ozeanen der zweitgrößte Kohlenstoffspeicher der Erde. Gesunde Böden können enorme Mengen an CO2 speichern, während degradierte Böden Kohlenstoff freisetzen und so zur Erderwärmung beitragen. "Der Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Böden sind essenziell, um die Klimaziele zu erreichen", mahnt Meier.

Schwammstädte als Lösung gegen Starkregen

Neben dem Schutz landwirtschaftlicher Böden sieht der BUND auch die Entwicklung sogenannter Schwammstädte als zukunftsweisend an. Diese innovativen Konzepte zur Stadtplanung zielen darauf ab, Böden in urbanen Gebieten durch Entsiegelung, grüne Infrastruktur und Wasser-Rückhalteflächen widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse zu machen. "Schwammstädte können Wasser effektiv aufnehmen und speichern, anstatt es unkontrolliert abfließen zu lassen. So schützen sie nicht nur Böden, sondern helfen auch, Überschwemmungen zu verhindern und das Mikroklima in Städten zu verbessern", erklärt Meier. Der BUND fordert die Ausweitung solcher Projekte und die stärkere Förderung von naturbasierten Lösungen im städtischen Raum.

Forderungen an die Politik

Der BUND fordert, den Bodenschutz endlich konsequent in den Mittelpunkt der Umwelt- und Klimapolitik zu stellen. Dazu gehört:

  • Flächenverbrauch reduzieren: Die Zielmarke von unter 30 Hektar pro Tag bis 2030 muss verbindlich erreicht werden.
  • Schadstoffbelastung minimieren: Der Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln muss deutlich reduziert werden.
  • Gesetzliche Grundlagen für Bodenschutz schaffen: Es braucht ein eigenständiges Bodenschutzgesetz, das die nachhaltige Nutzung und den Schutz von Böden verbindlich regelt.
  • Natürliche Kohlenstoffspeicher stärken: Programme zur Wiedervernässung von Mooren und Renaturierung von degradierten Flächen müssen ausgeweitet werden.

Weltbodentag als Weckruf

„Der Weltbodentag muss ein Weckruf sein, denn der Schutz unserer Böden ist kein ökologisches Nischenthema, sondern eine zentrale Frage unserer Zukunftsfähigkeit. Nur wenn wir den Boden als lebenswichtige Ressource behandeln, können wir Umwelt- und Klimakrisen wirksam bekämpfen“, resümiert Bernd Meier.

Der BUND ruft alle Menschen dazu auf, sich für den Bodenschutz einzusetzen – ob durch die Unterstützung nachhaltiger Landwirtschaft, das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung oder den Schutz natürlicher Lebensräume.

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