BUND Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe
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Der BUND bittet: Augen auf für Kröte und Company

26. März 2025 | Naturschutz

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bittet alle Autofahrerinnen und Autofahrer um besondere Rücksichtnahme, da die Amphibien während ihrer Wanderung in den Abend- und Nachtstunden einige Straßenabschnitte überqueren.

Erdkröten  (Foto: Bernd Meier)

Amphibienwanderung:
Gefährliche Hochzeitsreise

Jetzt wandern sie.
Frösche, Molche und Kröten verlassen ihr Winterquartier, um quakenderweise die liebgewonnenen Laichplätze in Tümpeln und Bachläufen zu erreichen.
Die Amphibienwanderung zu ihren Geburts- bzw. Fortpflanzungsgewässern (Teiche und Tümpel) hat bei der günstigen Witterung der vergangenen Tage (mindestens 5 Grad Celsius Wärme und Regen) voll eingesetzt.

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bittet deshalb alle Autofahrerinnen und Autofahrer um besondere Rücksichtnahme, da die Amphibien während ihrer Wanderung in den Abend- und Nachtstunden einige Straßenabschnitte überqueren.
Deshalb sollten Autofahrer vor allem abends und nachts für Kröte und Company die Augen auf machen.

"Leider wird vielen Tieren auf ihrer gefährlichen Hochzeitsreise der Straßenverkehr zum Verhängnis", bedauert Bernd Meier (BUND-Sprecher). Um den Amphibien ein Überleben zu sichern, werden an vielen Stellen Schutzzäune und Eimer entlang der für die Kröten gefährlichen Strecken aufgestellt.

Aber nicht überall sind Schutzeinrichtungen vorhanden und insbesondere Molche überklettern auch gern die Zäune. Der BUND bittet daher die Autofahrerinnen und Autofahrer insbesondere in der Nähe von Teichen, in Waldnähe und in Senken besonders vorsichtig und langsam zu fahren. „Insbesondere in Senken in der Nähe von Teichen und an Waldgebieten sollten Autofahrer die Geschwindigkeit möglichst auf 30 km/h drosseln. Schon bei 50 km/h haben die Amphibien kaum noch eine Chance“, erläutert BUND-Amphibienexperte Meier.

Um auch kleinere Wanderungen, die nicht durch Schutzzäune gesichert sind, zu erfassen, bittet der BUND um Mithilfe. Wer wandernde Amphibien oder überfahrene Tiere an Stellen ohne Schutzzaun antrifft, möge bitte den BUND hiervon per E-Mail unter bund.herford(at)bund.net mit möglichst genauen Ortsangaben informieren. Der BUND Herford sammelt die Informationen auch aus den anderen Kreisen in OWL und pflegt die Daten in eine Datenbank ein. Alternativ können auch unter observation.org die Fundstelle in die Datenbank eingetragen werden.

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